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24.11.2008

Schach Olympiade Zeitung

Bürger gegen Adel - Duell aus Glas

Extravagantes Schachspiel mit historischem Starensemble

 

Arthur Abraham spielt mit dem Schachspiel Dresden in GlasBoxweltmeister im Mittelgewicht Arthur Abraham probierte bei seinem Besuch der Schacholympiade auch des Schachspiel aus Glas aus.
 
 
 
 
 
Foto: Souleidis

 

August der Starke gegen den "Odolkönig" Karl August Lingner, Gräfin Cosel gegen "Filtertütenkönigin" Melitta Bentz; Kronentor gegen Yenidze-Kuppel — kurz: Adel gegen Bürger. Das ist keine Ansetzung der vielfältigen Wettbewerbe im Programm der Rahmenturniere, sondern ein moderner Beleg für den jahrhundertealten sächsischen Erfindergeist.

Denn die Dresdner Firma Glasfoto.com hat sich bei der Gestaltung ihrer offiziellen Lizenzprodukte zur Schacholympiade nichts Geringeres vorgenommen als die Schachfiguren neu zu erfinden: per Laser in Glasquader gebrannte historische Persönlichkeiten, die den Blick auf die erfolgreichen Unternehmer der sächsischen Geschichte lenken sollen, ohne die der Adel und im Folgenden Dresdens Ruf als Kunst- und Kulturstadt nicht bis heute hätte existieren können. "Wir haben knapp ein Jahr lang die Technik zur Umwandlung von zweidimensionalen Fotos und Gemälden in dreidimensionale Porträts entwickelt, um die Unternehmer Dresdens gegen die barocke Hofgesellschaft in Glas gegeneinander antreten zu lassen", berichtet Martin Glück als Marketingchef des jungen Unternehmens.

Doch das Schachspiel "Dresden in Glas" ist nicht der einzige Hingucker am Stand im Foyer des ICD. "Besonders beliebt sind die individuellen Gesichtsporträts in Verbindung mit dem Logo der Olympiade — und wer mag, kann sein eigenes Konterfei als König ins Spiel bringen", ergänzt Vertriebsleiterin Rita Glück.

Nach ihren Eindrücken von der Olympiade abseits des gut besuchten Standes befragt, müssen die beiden nicht lange überlegen: "Wir sind begeistert. Den Organisatoren ist es gelungen, den Teilnehmern und Besuchern dieser Olympiade ein gutes Bild von Dresden, Sachsen und letztlich Deutschland mit auf den Weg zu geben."
 
Nils Tiedemann

 

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