1 / 2009 |
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Dresden in Glas | |
Begriffe wie die Frauenkirche und Zwinger bringt man leicht mit Dresden in Verbindung. Weit weniger Menschen werden wissen, dass in Elbflorenz auch der Erfindergeist gut gedeihen konnte. Dabei haben sich sicher schon viele mit Odol den Atem erfrischt, ein Foto mit einer Spiegelreflexkamera gemacht oder den Kaffee mit einem Melitta-Filter aufgebrüht. Diese und einige mehr sind Entwicklungen, die von Dresden aus ihren Siegeszug in die Welt angetreten haben. |
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Das im Congress Center ausgestellte Schachspiel „Dresden in Glas“ entwickelte sich während der Olympiade zu einem Publikumsmagnet für Spieler und Besucher, zu den Letzteren gesellte sich auch jemand, den man mit zerbrechlicher Schönheit des Glases nicht unbedingt assoziiert (Boxweltmeister Artur Abraham). Die Figuren enthalten dreidimensionale Porträts von Dresdner Persönlichkeiten des Industriezeitalters. Das Verfahren für die Umsetzung von zweidimensionalen Vorlagen in dreidimensionale Porträts wurde von den Meistern der Glas-Innengravur der Dresdner Firma GLASFOTO.COM entwickelt. Jede der einzelnen Figuren erzählt eine Geschichte. Wer ist abgebildet? Der weiße König zeigt das Antlitz von Karl August Lingner (1861-1916). Der Dresdner Unternehmer und Philanthrop machte Odol, die Erfindung des Chemikers Prof. Richard Seifert, zu einem Welterfolg. Von den Einnahmen stiftete Lingner das Deutsche Hygienemuseum, schuf die Grundlage für die Dresdner Stadtbücherei und schenkte den Dresdnern das Lingner Schloß. Die weiße Dame (hier „Königin“ genannt) ist Melitta Bentz (1873-1950), die 1908 den Kaffeefilter erfand, wovon seit dieser Zeit weltweit sicherlich einige Hundert Milliarden Stück verwendet wurden. Heute beschäftigt das von der Erfinderin gegründete Unternehmen über 3000 Menschen. Und der vielleicht bekannteste Sachse, „August der Starke“, ist auf dem Spiel als der schwarze König abgebildet. Das Glas-Schachspiel wurde speziell für die Schacholympiade 2008 kreiert. Das gesamte Spiel (899 €) oder auch einzelne Figuren (zwischen 20 und 50 €) daraus können erworben werden bei: GLASFOTO.COM, Strehlener Straße 14, 01069 Dresden, Tel. 0351 477 29 47, E-Mail info@glasfoto.com, www.glasfoto.com. |
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