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19.09.2007

Sächsische Zeitung

Bau des Dynamo-Stadions soll im Oktober beginnen

Stadt und Bauherr HBM tüfteln noch an den Antragsunterlagen. Geht alles glatt, rollen im Herbst die Bagger an.

 

Thilo Alexe

Dynamofans, die Heimspiele der Gelb-Schwarzen vorzugsweise von der Hornbachtribüne aus verfolgen, müssen sich wohl ab Oktober eine neue Stadionheimat suchen. Dann sollen das Stahlkonstrukt samt des zugigen Sprecherturms verschwinden. Die Lücke füllt - so jedenfalls die Planung des Bauherrn HBM - der erste Teil des neuen Stadions. Der Geschäftsführer des in Düsseldorf ansässigen Sportstätten-Bauunternehmens, Axel Eichholtz, betont: „Ich will in der kommenden Woche den Bauantrag unterschreiben." Das Papier soll voraussichtlich am Freitag bei der Dresdner Bauaufsicht eingereicht werden.

 

 

Stadt bürgt für die Arena

Der städtische Stadionreferent Ulrich Finger präzisiert den Terminplan für das 46-Millionen-Euro-Projekt, das die Kommune mit einer Bürgschaft und Zuschüssen unterstützt: „Wir rechnen damit, dass die Bauaufsicht rund acht Wochen für die Genehmigung benötigt." Stadt und HBM gehen also davon aus, dass Ende November der Bau beginnen kann.

 

 

Modell neues Dynamo-Stadion

Überdachte Arena: Die Ansicht zeigt den Innenraum.        Modell: stadion-dresden.de

Damit die auf knapp zwei Jahre veranschlagte Bauzeit nicht überschritten wird, soll der Abriss des alten Ovals bereits vier Wochen früher Ende Oktober starten. Finger: „So kann es im November sofort mit dem Neubau losgehen." Ein Abriss muss der städtischen Aufsicht lediglich angezeigt, nicht aber durch sie gebilligt werden.

Was aber, wenn die Behörde den Neubau nicht genehmigt? Finger hält das für eine theoretische Frage. „Wir rechnen lediglich mit Korrekturen, was in so einem Verfahren üblich ist", sagt er. In den vergangenen Monaten seien Ämter, Rettungs- und Sicherheitskräfte und - mit Blick auf den angrenzenden Großen Garten - Denkmalschützer in die Ausarbeitung des Bauantrages einbezogen worden. Bis zur nächsten Woche werde das Papier noch einmal geprüft, um eventuelle Fehler auszumerzen.

 

 

Versteigerung geplant

Zum Jahresanfang hatte Rathauschef Lutz Vogel (parteilos) den Baustart für Juli angekündigt. Doch Nachforderungen von HBM - das Unternehmen wollte dem Vernehmen nach zwei Millionen Euro mehr von der Stadt - führten dazu, dass die Verträge mit dem Rathaus erst im Mai unterzeichnet wurden. Seitdem laufen die Feinplanungen für das rund 32 000 Zuschauer fassende Stadion, das während des Spielbetriebs errichtet werden soll. Während der Bauzeit sollen mindestens 12 000 Fans in der Arena Platz finden.

Dass die als Giraffen bezeichneten Lichtmasten dem Neubau weichen müssen, ist bereits beschlossene Sache. Ob das alte Stadion aber komplett abgerissen wird, ist noch unklar. Dynamo-Jugendrat Thomas Blümel, der auch der SPD-Stadtratsfraktion angehört, will per Versteigerung möglichst viele Teile des Ovals wie etwa Sitze, Zäune und Gestänge versteigern. „Der Erlös soll dem Dresdner Nachwuchsfußball zugute kommen", beschreibt Blümel die Idee.

 

 


 

Glaswürfel Rudolf-Harbig-Stadion Das Dresdner Unternehmen Glasfoto.Com hat mit einer aufwendigen Lasertechnik das alte Harbig-Oval in Glaswürfel gebannt.
 
Der Würfel aus Kristallglas hat eine Kantenlänge von acht Zentimetern und wiegt 1,3 Kilogramm. Das Oval im Glas kostet 99,90 Euro und ist im Dynamo-Fanshop erhältlich. 1953 Stück werden hergestellt.

 

 

www.dynamo-dresden.de

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