13.07.2006 |
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Papier-Foto war gestern - heute wird gelasert | |
Dresdner Firma liefert 3D-Bilder in Glas | |
Von HEIKO WECKBROT
Entwickelt wurde die Technologie dafür in den USA sowie in Dresden, im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik "IWS" an der Winterbergstraße. Inzwischen bieten bereits mehrere Firmen solche Laseranlagen an, mit denen sich solche gläsernen Kleinodien herstellen lassen. "Sehen Sie nur", hebt Schennerleins Geschäftspartner Martin Glück ein Demonstrationsstück in die Höhe: "Mit den Lasern, die wir hier verwenden, wird jedes Detail sichtbar." Tatsächlich: Auf der weiblichen Schulter unter Glas ist ein Tattoo in all seinen Einzelheiten zu erkennen.
Derartige "Glasfoto-Studios" betreibt das 20-köpfige Unternehmen derzeit bereits im Kugelhaus am Hauptbahnhof und im Elbepark. Bis zum Jahresende soll ein drittes Studio in Dresden hinzukommen, später soll die Technik auch andere deutsche Städte erobern. Das sind allerdings erts einmal nur Zukunftsvisionen, noch steht die Firma ganz am Anfang: Am 1. Juni gegründet, muss sich das Angebot erst noch herumsprechen, die 200 000 Euro Start-Investitionen sind auch noch nicht abbezahlt. Dennoch ist Schennerlein zuversichtlich, hofft er doch neben Privatkunden auch auf Verträge von Firmen und Vereinen - eben erst hat das Unternehmen 3D-Glaspokale für ein Trabi-Treffen gefertigt. Fotos: Marion Wiegand
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Dresden (DNN). Blink. Blink, Blink... Blink, Blink... Blink, Blink, Blink... - Punkt für Punkt brennt der grüne Laserstrahl ein Bild in den Glasquader. Schicht für Schicht, etwa 200 000 Mal. Nach knapp drei Minuten erlischt der Strahl und aus dem Glas lächelt uns eine Dame an. Oder besser: eine dreidimensionale Abbildung selbiger. Ein prima Geschenk zum Geburtstag oder zur Verlobung, findet Robert Schennerlein - der 27-jährige ist Chef der Firma Glasfoto.com, die eben solche 3D-Glasbilder herstellt.
Auf die Idee, diese Technologie zu einer Geschäftsidee zu machen, war Schennerlein bei seiner Diplomarbeit über medizinische Scan-Methoden gekommen. Damit allerdings nicht nur funktionale, sondern auch attraktive 3D-Bilder entstehen, modifizierte er die medizinische Technik etwas: Der Kunde setzt sich in einen Stuhl, ein Lichtprojektor tastet das Gesicht räumlich ab, gleichzeitig fertigt das Gerät eine Digitalfotografie an. Aus all dem errechnet der Computer dann ein 3D-Portät, das schließlich bei glasfoto.com in Glas gelasert wird.