06.07.2006 |
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Neues Souvenir - Lingnerschloss in Glas gelasert | |
Ostturm am Original-Schloss soll bis Spätherbst fertig saniert sein / Restaurant-Einbau kostet zwei Millionen Euro |
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Der Förderverein Lingnerschloss wird in diesem Jahr den Ostturm des Schlosses fertigstellen. Das kündigte Vereinsvorstand Eberhard Reißmann an. Mit der Turmöffnung sei etwa im Oktober oder November zu rechnen. Als nächstes größeres Projekt wolle man den Ostflügel sanieren, damit dort ein Restaurant einziehen kann. "Wir mussten unsere Pläne ändern, da wir die Platzkapazität auf 150 Plätze verdoppeln wollen", so Reißmann. Weil nun auch ein Weinkeller vorgesehen sei, werden sich die Sanierungskosten für diesen Trakt "um ein paar 100 000 Euro" auf fast zwei Millionen Euro erhöhen. Das Geld dafür habe man noch nicht beisammen, räumt der Vorstand ein. Falls man rechtzeitig einen Gastronomen finde, der sich an den Ivestitionen beteiligt, könne das Restaurant im kommenden Jahr eröffnet werden. Um noch mehr Spender für das Projekt zu begeistern, hat sich der Verein ein besonderes Souvenir ausgedacht: das Schloss, wie es nach der Rekonstruktion aussehen wird, in einen 500 Gramm schweren Glaskubus gelasert. Der Verein will das "Schloss im Glashaus" am Torhaus verkaufen, außerdem über die Herstellerfirma - das Dresdner Unternehmen "Glasfoto.com" im Kugelhaus. Vom Preis von 39,90 Euro pro Stück kommen 10 Euro der Sanierung zugute. "Das ist ein schönes Andenken für Gäste, die im Schloss eine Feier haben, oder für Tagungsteilnehmer", mutmaßt Reißmann. Das Schloss war 1853 als Villa für Baron Stockhausen entstanden. 1906 übernahm August Lingner das Gebäude und baute es um. In der DDR war es ein Wohnheim der Arbeiter-und-Bauern-Fakultät und Sitz des "Clubs der Intelligenz", damals erfolgten weitere Umbauten. Nach der Wende stand das Gebäude lange leer, bis die Stadt 2003 das Schloss dem Förderverein in Erbpacht gab. Der Verein will mit Hilfe von Spendern das Gebäude im neoklassizistischen Stil sanieren. Die Kosten von rund zehn Millionen Euro sollen größtenteils durch Spenden finanziert werden. Bisher hat der Verein unter anderem den Westturm, das Torhaus und die Dachterrasse saniert, Am "Weißen Haus", im Ostflügel und im Keller sind derzeit Bauarbeiten im Gange. hw |
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Robert Schennerlein mit dem neuen Souvenir: Anhand der Architekturdaten laserte seine Firma "Glasfoto.com" Punkt für Punkt ein Modell des Lingnerschlosses in einen Glasquader. Ein Teil des Verkaufserlöses kommt als Spende der Schloss-Sanierung zugute.