06.10.2006 |
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Die Liebsten in Glas | |
Robert Schennerlein graviert Portäts - dreidimensional | |
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Holger Metzner Eigentlich hat Robert Schennerlein an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Produktionstechnik studiert. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit Scannern, die für medizinische Zwecke dreidimensionale Bilder von Menschen im Computer erstellen können. "Nach dem Studium habe ich mir überlegt, ob man diese Technik nicht auch für einen anderen Zweck einsetzen könnte", erinnert sich Schennerlein. Aus dem ersten Gedanken erwuchs ein Geschäftskonzept, das im Dezember 2005 für ein paar Wochen im Kaufpark Nickern getestet wurde. Die Reaktion der Kunden war vielversprechend und seit diesem Sommer gibt es gleich drei Geschäftsstellen: im Elbepark und im Kugelhaus wird verkauft, auf der Strehlener Straße werden die Glasbilder produziert. "Privatpersonen kommen zu uns in die Läden, die entweder ein Standartmotiv suchen, wie ein Herz, in das wir einen individuellen Schriftzug gravieren können", erklärt Schennerlein. "Oder sie wollen ein ganz besonderes Porträt von sich verschenken." Dazu genügt es, dass sich der Kunde für ein paar Sekunden ruhig hinsetzt. Ein 3D-Scanner erfasst dann seine Gesichtsform in allen Einzelheiten. Am Computer kann das Porträt direkt betrachtet werden. Ein Laser graviert die dreidimensional Form schließlich in einen Würfel oder einen Schlüsselanhänger. Nach zwei Arbeitstagen kann das Glasporträt abgeholt werden. Mittlerweile entdecken zunehmend auch Firmenkunden und Vereine die ungewöhnlichen 3D-Objekte, zum Beispiel als Werbegeschenk mit ihrem Logo oder als Pokal. Graviert werden kann in fast jede Form, egal ob Stifthalter, Kerzenständer oder Weinverschluss. Beliebt sind auch Motive wie die Frauenkirche oder das Lingnerschloss. Und obwohl das Geschäft noch ganz frisch ist, denkt Robert Schennerlein bereits an die nächsten Schritte. Schon Mitte 2007 will er nach Leipzig und Chemnitz expandieren. "Irgendwann kann ich mir aber auch vorstellen, mit der Idee nach Polen oder Tschechien zu gehen", wünscht sich der ehrgeizige Unternehmer. "Eigentlich ist jede Region, wo es Urlauber gibt, für mich interessant." |
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Seltsam schwebend, wie in eine andere Welt entrückt, wirken die Gesichter, die Robert Schennerlein mit seinem Laser ins Glas brennt. Verträumt blickt ein junger Mann aus seinem kleinen Glaskasten, dei Kinder lächeln in eine unbestimmte Ferne: eine Mischung aus Harry-Potter-Geist und dem Holodeck auf Raumschiff Enterprise.